Parallel zur wissenschaftlichen Forschung zielt die Schule der Stätte Pietragalla auch darauf ab, den kulturellen und kulturhistorischen Wert der Stätte zu erhöhen. Wenn die wissenschaftliche Verbreitung verschiedene Präsentationen bei Konferenzen und Symposien umfasst, zielt das Projekt Pietragalla auch darauf ab, wissenschaftliche Forschung der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Aus wissenschaftlicher Sicht wurden mehrere Beiträge auf dem internationalen Kolloquium “La Lucanie entre deux mers: archéologie et patrimoine” präsentiert, das vom Forschungsteam Lucanie antique der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne organisiert wurde: Zum einen ermöglichte eine Präsentation der Ergebnisse der präventiven Archäologiekampagne 2012 die Ausarbeitung der allgemeinen Charakteristika der Stätte; zum anderen ermöglichte eine Intervention an der architektonischen Terrakotta, die im Archäologischen Provinzmuseum von Potenza aufbewahrt wird, die Präsentation der Forschungsgeschichte und des archäologischen Materials, das seit den 1950er Jahren am Monte Torretta entdeckt wurde. Das Pietragalla-Projekt war auch bei der 57., 58. und 59. Ausgabe des Internationalen Kongresses für das Studium von Großgriechenland, der jährlich in Tarent stattfindet, mit Plakaten vertreten, auf denen die wichtigsten Ergebnisse der Kampagnen 2017, 2018 und 2019 vorgestellt wurden.

Im Hinblick auf die Popularisierung zielt das Projekt Pietragalla auch darauf ab, das materielle und immaterielle Erbe der Stätte in der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die 2015 im Archäologischen Provinzmuseum von Potenza organisierte Ausstellung und die bei dieser Gelegenheit erstellte Android-Anwendung wurden mit diesem kulturellen und touristischen Ziel vor Augen konzipiert.